kopf

 


„BLEIB – COOL – TRAINING“

 zur Verminderung aggressiver, grenzüberschreitender und gewalttätiger Handlungen bei auffälligen Schülern

 

Konzept und Leitung:
Erwin Germscheid

 

Kontakt:
Germscheid-Concept
„Alte Schule“
Neitzerter Str. 10
57639 Rodenbach
02684-958260

 

1. Kurzdarstellung der Vorphase des BCT:

Vor Beginn des Trainings werden Einzelinterviews mit den „KandidatInnen“ zur Überprüfung der Veränderungsmotivation und der Belastungsfähigkeit geführt.
Zu den Interviews werden SchülerInnen eingeladen, die durch verbale/nonverbale/körperliche Gewalt im Schulkontext aufgefallen sind und nach Vorabanalyse der Klassenleitung und der Schulsozialarbeit ein Training als sinnvoll erachtet wird.
Die Einzelinterviews werden im konfrontativ-wertschätzenden Stil geführt. Die Jugendlichen werden aufgefordert über ihre Taten, deren Folgen und die Opfer zu berichten. Sie werden danach befragt, welche Motivation dafür vorhanden ist, ihr erprobtes Gewaltverhalten zu verändern und sich den Strapazen eines Verhaltenstrainings auszusetzen. Es werden ihnen die Inhalte eines solchen Trainings vorgestellt und vor allem auf die belastenden und anstrengenden Komponenten hingewiesen. Der Grundsatz der Bereitschaft zur Konfrontation und zur Regelverbindlichkeit wird ausführlich dargelegt.
Die SchülerInnen werden darüber informiert, dass ein Kompakttraining in keinem Falle ein langfristiges Anti-Gewalt-Training ersetzt, sondern eher als Vorphase zu verstehen ist.

 

2. Zielsetzung

  1. Die Teilnehmer ändern ihr bisher gezeigtes dissoziales Verhalten.
  2. Die Teilnehmer wenden die erlernten prosozialen Verhaltensweisen im Alltag an.
  3. Die Teilnehmer haben ihre Verantwortung für ihr dissoziales Verhalten erkannt, akzeptiert und verzichten auf Rechtfertigungen und Verharmlosungen ihrer Taten.
  4. Die Teilnehmer kennen alternative Handlungsstrategien und haben diese eingeübt.
  5. Es wurden Möglichkeiten der Wiedergutmachung erarbeitet.

 

3. Thematische Schwerpunkte

  • Opferempathie und Opferperspektive
  • Rechtfertigungs- und Neutralisierungsstrategien
  • Verantwortungsübernahme
  • Prosoziale Verhaltensweisen und Einsatz für die Allgemeinheit

 

Durch die ganzheitliche Vermittlung von Aspekten der Opferperspektive sowie der unmittelbaren Konfrontation mit der Straftat (vgl. Methoden) werden bisherige Rechtfertigungs- und Neutralisierungsstrategien der Teilnehmenden aufgedeckt und bearbeitet.
Danach werden gewaltfreie Verhaltensweisen, erprobt und trainiert. Dazu werden reale Situationen konstruiert und simuliert, die bisher im Leben der BCT-Teilnehmer zu Grenzüberschreitungen führten.
Die im BCT praktizierte Wahrnehmungsschulung (Wann werde ich aggressiv? Wo und wie spüre ich das?) und das Erarbeiten einer individuellen Provokationshierarchie, führen dazu, dass die Jugendlichen bislang automatisierte Gewalthandlungen in Frage stellen (Kosten-Nutzen-Analyse).
Neue, erfolgreiche Schlichtungs- und Deeskalationsstrategien erweitern das Verhaltensspektrum der Teilnehmer.

 

4 .Methoden:

  • Kommunikations- und Kooperationsspiele und Übungen zur Gruppenbildung
  • Interaktionspädagogische Übungen
  • Körperbetonte Spiele (Kämpfen nach Regeln)
  • Visualisierungsübungen
  • Rollenspiele/Szenische Darstellung von bedrohlichen Situationen/Rollentausch
  • Brief an das Opfer/die Opfer
  • Provokationsübungen
  • Aggro-Tagebuch
  • Problemcheck
  • Live-Act
  • Entspannungsübungen

 

5. Organisation:

Ordnungsrahmen, der gewährleistet sein muss:                  

  • Fremdmotivierte „BewerberInnen“, die der Idee „Training statt Tadel“ folgen.
  • Selbstmotivierte Verpflichtung zum Training, mit Vereinbarung von Regeln und Konsequenzen.
  • Transparenter Informationsfluss zwischen SchulsozialarbeiterIn, LehrerInnen, Schulleitung
  • Erarbeitung eines verbindlichen Verstärkersystems: Sanktionen und Belohnungen

 

Das EXPOSÈ im PDF Format:

cool
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